E C U A D O R

2002


Nationalflagge in Quito

Informationen ueber Ecuador

Klima

Das Klima in Ecuador gehoert zum Bereich der inneren Tropen. Dieses ist gekennzeichnet durch das Auftreten von geringen Temperaturschwankungen im Jahresverlauf und grossen Temperaturschwankungen im Tagesverlauf. Daher spricht man auch von einem sogenannten Tageszeitenklima. Dabei kommt es in den Randtropenbereichen zur Ausbildung einer ausgepraegten Trocken- und Regenzeit, waehrend in direkter Aequatornaehe eine ausgepraegte Trockenzeit fehlt und lediglich zwei Niederschlagsmaxima auftreten. Diese prinzipiellen Charakteristika werden jedoch durch das Relief, die Exposition und dan der Kueste durch den kalten Humboldtstrom abgewandelt, so dass es in Klima nicht das Klima, sondern vielerlei unterschiedliche Mikroklimate gibt.

Im westlichen Tiefland bewirken zum einen der kalte kuestennahe Humboldtstrom und andererseits die Naehe der Anden eine klimatische Teilung der Kuestenregion in zwei Subregionen:
der suedliche Kuestenabschnitt ist trockenheiss und der noerdliche Kuestenabschnitt ist feuchtheiss. Die Niederschlaege nehmen dabei bei einheitlichen Jahresdurschnittstemperaturen von 26 Grad von Norden nach Sueden ab. Somit bildet die Costa von Ecuador einen Uebergang von der trockensten Region in Suedamerika der Kuestenwueste von Peru im Sueden hin zur feuchtesten Region der kolumbianischen Pazifikkueste im Norden. Daher ist das Klima an der Suedkueste eher subtropisch, mit einer Regen- und einer Trockenzeit (es regnet zwischen Dezember und Mai).
Eine Sonderstellung kommt der Halbinsel Santa Elena zu, die weit in den Pazifik ragt und so stark vom kalten Humboldtstrom beeinflusst wird: dieser kuehlt die Luft ab und oft fallen daher Niederschlaege schon ueber dem Meer. In der Folge bekommt die Halbinsel oft jahrelang keine Niederschlaege, weshalb es zur Ausbildung einer Halbwueste kam.

Im zentralen Hochland variert das Klima vor allem mit der Hoehe (von gemaessigt-feucht bis feuchtkalt). Die Schneegrenze liegt zwischen 4500 und 4700 m Hoehe. In den gemaessigt-feuchten Hochlandbecken fallen in einem Jahr 700 - 1100 mm Niederschlaege. Dabei ist es zwischen Juni und September trockener als waehrend der restlichen Zeit. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen zwischen 14 und 16 Grad. Jahreszeiten fehlen hingegen, dagegen koennen krasse Temperaturstuerze oft binnen Minuten auftreten. Im feuchtkalten Hochgebirge ab 3500 m faellt im Jahresverlauf viel Regen, der haeufig in Hagel- und Schneestuerme uebergeht.

Das oestliche Tiefland des Oriente hat durch den Einfluss des Suedostpassats ein feuchtheisses Klima mit den hoechsten Niederschlagen im ganzen Land. Diese erreichen von 2000 - 3000 mm (z. T. auch 4800 mm) und fallen meist am Nachmittag in Form von kurzen und heftigen Schauern. Am ausgepraegtesten im Jahresverlauf sind die Niederschlaege zur Zeit des hoechsten Sonnenstandes im Maerz und September. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen im Schnitt um die 26 Grad.

Land & Geographie

Ecuador liegt im Nordwesten von Suedamerika. Es erstreckt sich beidseitig vom Aequator, nach dessen Praesenz es seinen Namen hat. Nachbarn sind im Norden Kolumbien und im Sueden und Osten Peru. Im Westen wird durch den Pazifik eine natuerliche Grenze gebildet. Durch das Protokoll von Rio de Janeiro aus dem Jahr 1942 musste Ecuador ueber 174 000 km2 Landflaeche an Peru abtreten, was erst im Jahr 1999 mit einem endgueltigen Friedensvertrag anerkannt wurde. Zu Ecuador gehoeren aber auch die Galapagos-Inseln, die 1000 km vor der Festlandkueste auf einer untermeerischen Plattform aus dem Pazifik ragen. Die Inselgruppe besteht aus 13 groesseren und sechs kleineren, sowie weiteren 40 zum Teil sehr kleinen Inseln mit einer gesamten Flaeche von knapp 8000 km2.
Momentan hat Ecuador mit knapp 271 000 km2 eine Flaeche, die etwa der des ehemaligen Westdeutschland's entspricht. Verglichen mit Bolivien, Peru, Kolumbien und Venezuela ist es der kleinste Andenstaat.

Das Relief von Ecuador laesst sich grob in drei topographische Grossraeume untergliedern: das westliche Kuestentiefland (Costa), das zentrale Andenhochland (Sierra) und das oestliche Tiefland (Oriente). Durch die Auffaltung der Anden vor etwa 65 Millionen Jahren entstanden zahlreiche Vulkane im Gebiet des heutigen Ecuadors, wobei der Volcan Cotopaxi mit 5987 m der momentan hoechste aktive Vulkan der Erde ist.

Die Anden erstrecken sich insgesamt ueber 8000 km Laenge durch ganz Suedamerika. In Ecuador durchziehen sie den zentralen Teil des Landes und bedecken etwa ein Viertel der gesamten Landesflaeche. Dabei sind die anden in zwei parallel laufende Hauptketten, die sogenannte West- und die Ostkordillere geteilt.
Das noerdliche Hochland ist der junge, geologisch aktive Teil der Anden Ecuador's mit Vulkanismus und regelmaessigen Erdstoessen. In diesem Bereich liegen die hoechsten Berge des Landes: mit 5897 m in der Ostkordillere der aktive Vulkan Cotopaxi sowie mit 6310 m die hoechste Erhebung der Westkordillere und von ganz Ecuador der Chimborazo. Das suedliche Hochland ist der alte, geologisch nicht-aktive Abschnitt der Anden in Ecuador. Hier werden keine so grossen Hoehen mehr erreicht.

Die Costa liegt mit einer Breite von +/- 100 km im Westen und bedeckt ebenfalls etwa ein Viertel der Landesflaeche. Ein Kuestengebirge mit 300 - 600 m Hoehe teilt den Bereich in einen kuestennahen Bereich und ein zentrales Tiefland. Hier fliessen die Fluesse Río Esmeraldas, Río Santiago und Río Guayas, der groesste Fluss des westlichen Suedamerika.

Das Amazonastiefland (Oriente) verlaeuft oestlich der Anden. Diese groesste Region des Landes nimmt knapp die Haelfte der gesamten Flaeche ein. Man unterscheidet den Hohen Oriente vom Tiefen Oriente. Letzteres umfasst die im Durchschnitt 300 m hohe Ebene des westlichen Amazonastieflandes.

Bevoelkerung

Zu Beginn des Jahres 2000 lebten etwa 13 Millionen Menschen in Ecuador. Dabei ist die Bevoelkerungsverteilung sehr ungleichmaessig. Mehr als die Haelfte der Bevoelkerung lebt in den Staedten, ein Drittel sogar alleine in Quito und Guayaquil. Auch die Kueste ist dicht besiedelt, der Oriente hingegen ist beinahe menschenleer. Im 20. Jahrhundert kam es zu grossen Wanderungsbewegungen: vormals lebten drei Viertel der Bevoelkerung noch im Andenhochland, doch der zunehmende Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie zunaechst Kakao und spaeter Bananen lockte zunehmend mehr Menschen an die Kueste.

Das Bevoelkerungswachstum ist in Ecuador vergleichsweise hoch. Die Lebenserwartung liegt derzeit bei 67 Jahren und entspricht dem regionalen Durschnitt.

Rund 50 % der Bevoelkerung sind Indigenas, etwa 40 % sind Mestizen, der Rest sind zu 10 % Weisse, Schwarze und andere.
Die weisse und mestizische Oberschicht macht zwischen 3 und 5 % der Bevoelkerung aus. Sie besteht weitgehend aus der traditionenellen Elite, das sind meist Familien, denen es stets gelungen ist, ihre wirtschaftliche Macht zu erhalten. Die Mittelschicht ist seit jeher klein, auch wenn sie seit 1950 in Folge des Aufschwungs durch den Bananenexport anwuchs. Hingegen gehoeren die indigenen Voelker fast ausschliesslich den unteren Klassen an. Sie verdingen sich im informellen Sektor, leben in den Slums und Randbezirken und im Oriente. Offiziell werden allen ethnischen Gruppen in Ecuador die gleichen Rechte eingeraeumt. Jedoch ist Diskriminierung integraler Bestandteil der ecuatorianischen Gesellschaft. Mit Ausnahme der Otavaleños, die aufgrund ihrer handwerklichen Kuenste sozialen Aufstieg erlangten, gelten die Indios als dumm und unsauber. Ueber Jahrzehnte wurde ihre Sprache und Kultur verachtet. Mehr als ironisch klingt es dann, wenn erst durch die Intensivierung des Fremdenverkehrs und die Wiederankunft von Europaern eine Anerkennung des (Devisen-)Wertes der Urbevoelkerung auch durch ueberheblichsten Ecuadorianer erfolgt.



Unsere Tour (in Wort und Bild)

Nach langem Hin und Her und guter Vorbereitung trafen wir die Entscheidung zum zweiten Mal nach Venezuela '94 wieder Suedamerika zu bereisen. Diesmal sollte unser Ziel Ecuador werden und ich schaffte es sogar knapp fuenf Wochen Urlaub dafuer zu bekommen.
Somit ging's also am 31. Juli 2002 mit dem Flieger ab Muenchen via Madrid nach Quito und das mit der Iberia. Dazu ist anzumerken, dass die Gesellschaft fuer kurze Strecken ganz o. k. ist, jedoch fuer einen Ueberseeflug schon schwach ist. Letzlich bekamen wir zwei Mal was zu Essen, dazwischen Filme vorgesetzt und das war's. Nicht gerade das, was man sich fuer einen doch ganz stolzen Flugpreis so erwartet! Ausserdem waren wir zunaechst ueberrascht, hatten wir doch einen Flug nach Guayaquil gebucht, obwohl wir eigentlich zunaechst nach Quito wollten, als sich herausstellte, dass die Maschine in Quito zwischenlanden sollte. Natuerlich setzten wir nun einiges in Bewegung, um doch schon in Quito aussteigen zu koennen. Schliesslich waren wir sehr froh, als wir in Quito ausgestiegen waren, dass man uns helfen wollte, unser Gepaeck zu finden, und schliesslich konnten wir mit unseren Ruecksaecken doch gleich hier bleiben.

Erste Eindruecke ...

Wir nahmen uns also ein Taxi und machten uns am fruehen Abend auf den Weg ins Hotel in der Altstadt, dessen Kern seitens der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. Was uns sofort auffiel, war die Kaelte in der Hoehenluft von Quito, das auf 2850 m Hoehe liegt. Schliesslich fanden wir ein nettes Hotel an der Plaza Major in unmittelbarer Naehe zum Altstadtkern. Abends ging's genau noch schraeg ueber die Strasse in ein kleines Resti, da Ecuador's Hauptstadt zwar nicht besonders gefaehrlich ist, aber wir wollten auch kein Risiko eingehen.
Am naechsten Tag ging's dann mit den Erkundungen los: also machten wir uns zunaechst einmal gut 1 1/2 Tage zu Fuss auf den Weg, Quito kennenzulernen.

Szenen aus Quito

Nach einer ersten Eingewoehnungsphase und einem etwas 'Kuerzertreten' wegen der Hoehenluft (die uns aber nicht wirklich zu schaffen machte), beschlossen wir die erste Tour in die noerdliche Umgebung der Hauptstadt zu machen. Und so ging's mit dem Bus gegen Norden. Ganz typisch sind die Busfahrten hier, wie wahrscheinlich in vielen Gegenden von Suedamerika: enge Sitzabstaende, heruntergekommene Gefaehrte, mehr oder weniger gut gefuellt und ueberall Heiligenbilder und Aufkleber. Was hier noch dazu kam, waren sehr oft die 'Verkaufsangebote' von Leuten, die einstiegen und dann umgehend ihre Artikel an die Leute zur Ansicht austeilten und dann bis zu eine halbe Stunde lang die Vorzuege dieser priesen. Schliesslich gingen sie wieder durch den Bus und verkauften auch regelmaessig einiges davon.
Nach einer Fahrtzeit von gut 1 1/2 Stunden kamen wir schliesslich an, in

Mitad del Mundo und
Volcan Pululahua

Nach ein paar Tagen in der Hauptstadt machten wir uns mit dem Bus auf in den Norden Richtung Ibarra. Dabei kamen wir auch an der wegen seiner Indiomaerkte und deren touristischer Nutzung bekannten Stadt Otavolo vorbei und am fuer mich wesentlich imposanteren Volcan Cayambe. Aber auch die Busfahrt selbst hatte eine Besonderheit, denn etwa zwei Stunden sass ein Ecuadoreño neben mir und unterhielt sich mit mir, jedoch weniger auf Spanisch als mehr auf Quechua (glaub' ich zumindest). Dabei war's ihm auch relativ egal, dass er die meiste Zeit einen Monolog hielt und sich nur von Zeit zu Zeit versicherte, dass ich ihm durch Kopfnicken zustimmte. Mann, war ich froh, als wir endlich Ibarra erreichten. Auch diese Stadt mit knapp 70 000 Einwohnern ist recht gemuetlich und ruhig. Wir lernten auch eine Columbinaerin kennen, da's ja auch zur Grenze von hier aus nicht mehr weit ist.

Ibarra und La Esperanza

Zurueck ging's wieder auf der gleichen Route via Quito und von hier aus mit dem Bus weiter bis nach Macchachi und von da in das Oertchen Aloasì. Hier kamen wir im alten, umgebauten Bahnhof 'La Espernaza' unter. Zwar war das in der ganzen Zeit in Ecuador auch zugleich das teuerste Quartier, doch allein das Angebot von Menue's am Abend und das gemuetliche Ambiente machten das leicht wett. Unser Ziel hier war unser Versuch, auf einen knapp 5000 m hohen Berg zu steigen. Nach eingaengigem Studium unserer Reisefuehrer entschieden wir uns gegen den vorher geplanten Tripp auf den Iliniza Norte und fuer den Corazon, dessen Gipfel immerhin auf 4 788 m Hoehe liegt:

Am Volcan Corazon

Anschliessend ging's fuer uns nun mit dem Bus weiter ueber Ambato und Riobamba in einer etwa neunstuendigen Busfahrt bis wir den suedlichsten Punkt unserer Reise Cuenca erreichten. Auch hier fuehlten wir uns von Anfang an sehr wohl und auch diese Stadt hat ein im Jahr 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklaertes koloniales Stadtzentrum. Von hier aus besuchten wir die mit dem Bus rund zwei Stunden in noerdlicher Richtung liegende wichtigste Inkafundstaette des Landes Ingapirca und versuchten eine Wanderung in der Parque Nacional de Cajas:

Bei Cuenca, NP Cajas
und Riobamba

Im Zentrum des Landes wechselten wir den Bus und von Riobamba ging's mit einem anderen Bus in einer Stunde nach Baños, eines der touristischen Zentren des Landes. Der Ort mit knapp 15 000 Einwohnern liegt jedoch am Fuss des Volcan's Tungurahua und im Herbst '99, waer's fast vorbei gewesen mit der Idylle: denn seit damals ist der Vulkan wieder aktiv, eine komplette Evakuierung des Ortes war die Folge. Die Behoerden riefen eine spezielle Warnstufe aus, doch als sich auch nach Monaten die Situation zwar nicht beruhigt hatte, aber auch nicht verschaerft hatte, kehrten nach und nach immer mehr Bewohner von Baños in ihre Heimat zurueck: sie standen und stehen auch vor der Wahl, dem Ort den Ruecken zu kehren ohne wirtschaftliche Existenz oder aber weiter ihre Hotels und Geschaefte zu betreiben. Aktuell darf man den Tungurahua nicht mehr besteigen, aber zumindest am Fuss des Vulkan's wandern, was wir auch taten. Mehr als jedoch einen Blick fuer etwa zwei Minuten auf die dunkelgraue und dichte, permanente Rauchsaeule des Vulkan's konnten wir jedoch nicht erheischen. So begnuegten wir uns mit einem gemuetlichen Besuch in einem der drei Thermalbaeder von Baños, einem Besuch seines Zoo's und checkten uns schliesslich eine dreitaegige Tour in den Regenwald rund um Puyo:

Im Regenwald fuer drei Tage

Nach gut zwei Wochen im Zentrum sowie Norden und Sueden des von wilden und genialen Vulkanen gepraegten Hochland's und unserem Abstecher in den Regenwald bei Puyo ging's nun weiter in einer Ganztagesbusfahrt hinuter an die Kueste, zunaechst in's kleine Nest San Clemente. Das ist ein kleiner Ort, der eigentlich nur von Fischern bewohnt wird bzw. dessen Straende von den Einheimischen besucht werden. Wir kamen wir in einem relativ grattligen Hotel unter, dass wir mit einigen Haustieren bewohnten und in dem auch manche sanitaere Einrichtungen hartnaeckig ihre Funktionalitaet verweigerten (ich sag' nur Spuelung). Trotzdem war der Aufenthalt hier total relaxend und einfach laessig, vor allem am Strand zu liegen mit dem Blick auf den von zahlreichen Fragattvoegeln und Braunpelikanen bevoelkerten Himmel.
Von hier aus fuhren wir die Kueste entlang weiter nach Sueden bis nach Puerto Lòpez in die Naehe von Ecuador's einzigem kuestennahen Nationalpark, den Parque Nacional de Machalilla. Auch hier war's am Strand sehr schoen, wobei sich hierher schon mehr Touristen verirrten. Zweimal besuchten wir (davon einmal mit dem Fahrrad) den Nationalpark, der durchgehend von Trockenvegetation bewachsen ist. Bei unserem zweiten Besuch wurden wir jedoch von 'boesartigen Kampfhunden' zu gewissen Umwegen gezwungen, dafuer bekamen wir zahlreiche Voegel zu Gesicht.
Absoluter Hoehepunkt war hier jedoch eine Tour zur Walbeobachtung, auf der Suche nach Buckelwalen (Megaptera novaeangliae):

Whale watching - Buckelwale

Und dann war's endlich soweit!
Fuer uns war klar, dass wenn wir schon Ecuador besuchen, nicht's an einem Besuch des Naturparadieses Galapagos vorbeifuehren wird und kann. So war es bereits eine unserer ersten Aufgaben zu Beginn der Tour in Quito uns einen Trip dorthin zu checken.
Das laeuft dann etwa folgendermassen: Fluege gehen nur von Quito oder ueber bzw. ab Guayaquil fuer einen Preis von 350,-- bis 400,-- US-$. Auf den Inseln selbst, kann man sich entweder auf wenigen Flugstrecken (mittlerweile gibt's drei Flughaefen) bewegen, doch normalerweise muss man sich um einen Platz auf einem der rund neunzig Boote bemuehen, die auf Touren von einem Tag bis etwa drei Wochen Dauer zwischen den Inseln unterweg's sind. Schliesslich hat man beim Betreten des Airportterminal's auf der Insel Baltra die Nationalparkgebuehr von 100,-- US-$ zu entrichten. Mit diesem zugegenermassen sehr hohen Betrag moechte man versuchen, etwas die 'Spreu vom Weisen' zu trennen, und nur wirklich an der einzigartigen Flora und Fauna der Inselgruppe Interessierte anzulocken.
Der Archipel ist vulkanischen Ursprung's, liegt circa 1000 km vor der Kueste von Ecuador und erstreckt sich auf einer Flaeche von knapp 8 000 km2 (etwa 10 % der Flaeche von Oesterreich). Rund die Haelfte davon macht schon alleine die groesste aller Inseln Isabela ganz im Westen aus. Lange Zeit nach ihrer Entdeckung lagen die Inseln 'ungenutz' inmitten des Pazifik's bis sie schliesslich von Piraten zur freien Entnahme von Fleisch in Form von lebendig eingepackten Riesenschildkroeten entdeckt worden ist. In diese Zeit faellt auch der Beginn, der Besiedelung der Inseln durch Leute aus Ecuador bzw. auch auslaendische Immigranten, die zum Teil auch ihre Haustiere sowie gewisse Nutzpflanzen mitbrachten. Und das sind zugleich bis heute - mittlerweile auch gemeinsam mit der zunehmend intensiveren touristischen Nutzung - die Hauptbedrohungen fuer die Galapagosinseln: die Haustiere verwilderten auf vielen Inseln und richten ebenso, wie die wesentlich widerstandsfaehigeren Nutzpflanzen - im Vergleich zur heimischen Flora - verheerende Schaeden an.
Rettung bis heute brachte daher die im Jahr 1959 erfolgte Gruendung des Parque Nacional de las islas de galapagos, den wir fuer insgesamt acht Tage besuchten:

Acht unvergessliche Tage auf
den Galapagosinseln

Tja, mittlerweile waren wir auch schon wieder ein gutes Monat im Land und mussten auch den grenzgenialen Galapagosinseln wieder den Ruecken kehren. Zurueck am Festland verbrachten wir nochmal's einen gemuetlichen Tag an der Kueste bei Playas und besuchten noch ein kleines Waldschutzgebiet in unmittelbarer Naehe von der mit drei Millionen groessten, aber urhaesslichen und dreckigen Stadt Guayquil. Und dann war auch schon die Zeit des Heimflug's gekommen.


Yo im Dress des Barcelona Sporting Club's.

Insgesamt gesehen ist Ecuador insgesamt fuer mich aehnlich grenzgenial wie Venezuela und sicher immer wieder eine Reise wert. Was Ecuador noch ganz besonders macht, ist die Tatsache, dass der kleinste Andenstaat auf seiner kleinen Flaeche eine dermassen grosse Vielfalt an Schoenheiten und interessanten Landschaften sowie Flora und Fauna zu bieten hat. Diesmal kehrten wir beide mit dem Gefuehl zurueck bald wieder auf Reisen gehen zu wollen und verspuerten beide eigentlich keine besondere Freude wieder heimkehrern 'zu muessen'. Fuer mich steht ohnehin fest, dass dies nicht mein letzter Besuch von Suedamerika war.







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